5 Tomboy Ikonen: von Kristen Stewart bis Tilda Swinton

5 Tomboy Ikonen: von Kristen Stewart bis Tilda Swinton

Was ist ein Tomboy? In seiner modernen Definition ist ein Tomboy eine Bezeichnung für Frauen, die gewagte Haarschnitte und Unisex-Kleidung tragen. Sie entscheiden sich im Allgemeinen dafür, nicht so auszusehen, wie es die Gesellschaft von ihnen erwartet. Ähnlich wie Arya Stark aus Game of Thrones, nur in einer moderneren und oft auch modischeren Version. Pure schlüsselt auf, welche Prominenten den Tomboy-Stil bevorzugen und wie ihre Wahl ihr Privatleben beeinflusst.

Kristen Stewart

Die Ex-Freundin von Robert Pattinson und erste amerikanische Schauspielerin, die einen César Award erhielt, war 2010 und 2012 die bestbezahlte Schauspielerin. Bei Award Zeremonien ist sie regelmäßig extravagant gekleidet. Im normalen Leben liebt sie jedoch unisex und locker sitzende Kleidung. Stewart hat mehrfach erklärt, dass sie bisexuell ist und dies beinahe ihre Karriere gekostet hat. Trotzdem verabredete sie sich weiterhin mit Frauen, erst wurde sie mit der Produzentin Alicia Kargil gesichtet, dann mit dem neuseeländischen Model Stella Maxwell und zuletzt mit dem Drehbuchautor Dylan Mayer, mit dem sie verlobt ist.

Kristen rockt schwarze Bomberjacken, karierte Cowboy-Hemden, Herrenjeans oder Brogues. Aber auch schöne Unisex-Anzüge gehören zu den ersten Bilder, die auftauchen, wenn man nach dem Tomboy-Stil sucht. Stewart ist ein echter Wildfang, sie trägt perfekt abgenutzte Jeans mit klassischen Jacken und Baggy Shorts mit freizügigen Oberteilen. Eines der kultigsten Streetstyle-Fotos der Schauspielerin zeigt sie in einem T-Shirt mit Tomboy-Aufdruck.

Ruby Rose

Im Alter von 12 Jahren der Star der Netflix-Serie "Orange Is the New Black" outet sich als lesbisch. Zwischen 2009 und 2018 datete sie eine Reihe von Berühmtheiten, darunter Supermodel Catherine McNeil, Designerin Phoebe Dahl und Sängerin Jessica Origliasso. Ruby hat in mehreren Interviews erklärt, dass sie als Kind Geld gespart hatte, um sich einer geschlechtsangleichenden Operation zu unterziehen, dass sie diese Idee aber verwarf, als sie älter wurde. Mit ihrer androgynen Ausstrahlung hat sie Erfolg beim Modeln und im Alltag. Eine Kurzhaarfrisur und viele Tattoos harmonieren sowohl mit schönen Anzügen als auch mit gewagten Lederteilen. Sie sieht in allem gut aus - in Röcken, Baggy-Teenie-Sweatshirts und orientalischen New-Age-Outfits. Und die femininen Kleider, die Ruby auf dem roten Teppich trägt, verstärken zusammen mit den Tattoos und Piercings den Kontrast.

Tilda Swinton

Die Familie Swinton stammt von einem alten schottischen Clan ab, dessen Stammburg Kimmerham in Südschottland liegt und einen Wildschweinkopf im Wappen trägt. Tilda war eine sehr feminine junge Frau. Als sie noch in Jarmans Filmen mitspielte, hatte sie einen Schopf aus goldenem Haar und eine rundliche Figur. Die Schauspielerin erkannte, wie gut sie in einem androgynen Stil wirkt, als sie Sally Potter in "Orlando" spielte. Seitdem trägt sie lieber Männerkleidung und Kurzhaarschnitte mit rasierten Schläfen. Diese Frisur wurde gewählt, um ihr aristokratisches, ovales Gesicht zu betonen. Sie kleidet sich in traditionelle schottische Pullover und Männerschuhe mit dicken Maschen. Swinton hat immer bestritten, bisexuell zu sein. Sie war in einer Langzeitbeziehung mit John Byrne, dem Vater ihrer Kinder, und später mit Sandro Copp, einem Künstler. Ihr Privatleben ist kein Meer aus zahlreichen Romanzen, sondern eher ein typischer Mutteralltag. Dennoch verkörpert sie den Lebensstil eines Wildfangs.

Ellen DeGeneres

Es lässt sich nicht leugnen: Die berühmte Moderatorin ist ein echter Tomboy. Ellen arbeitete als Anstreicherin und Barkeeperin, bevor sie als Stand-up-Comedian in Clubs und Cafés auftrat. Im Jahr 1997 outete sie sich in der Oprah Winfrey Show als schwul, was die Einschaltquoten ihrer Sendung und ihr persönliches Projekt, eine Sitcom namens "Ellen", beflügelte. Vor ihrem offiziellen Coming-out hatte Ellen einen femininen Stil, aber jetzt trägt sie lieber traditionelle britische Anzüge, Herrenhemden und Kaschmirwesten. Herren-Derbys und weiche Leder-Oxfords gehören zu ihren Lieblingsstücken.  Insgesamt lässt sich ihr Look als klassisch britisch oder als britisch-kanadischer Männerstil beschreiben. DeGeneres ist seit 2008 mit Portia de Rossi verheiratet.

Sara Ramirez

Die verführerische Mexikanerin begann ihre Schauspielkarriere als Diva auf dem roten Teppich, aber während ihrer Rolle als Dr. Torres in Grey's Anatomy änderte sie ihr persönliches Image drastisch. Ramirez spendete 2016 ihr Haar an Locks of Love, kurz darauf traten rasierte Augenbrauen, ein markanter Pony und Männerkleidung mit abgeschnittenen Hosen in ihr Leben. Che Diaz' Aussehen in "And Just Like That" kommt dem, was sie im echten Leben trägt, am nächsten. Ramirez' Popularität ist dank ihres Tomboy-Stils, der ihr ein zehnjähriges Umstyling beschert hat, sprunghaft angestiegen. Sara ist seit 2011 mit Ryan DeBolt, einem Wirtschaftsanalytiker, verheiratet, aber sie sind jetzt geschieden. Im Jahr 2016 gab sie offiziell ihre Bisexualität bekannt, und im August 2020 erklärte sie sich zu einer nicht-binären Persona.

Katya Shaposhnikova

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